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Inhalt: Datum:
»Helft Menschen, nicht Banken!« (28.10.2011 / 19:00 Uhr)
Ostermarsch Oberberg (07.04.2012 / 10:00 Uhr)
Friedensfahrt 2012 - Köln (08.04.2012 / 11:00 Uhr)
Einladung zum Roten Maiempfang 2012 (29.04.2012 / 11:00 Uhr)

In der UZ gelesen:

Kein Sonntagsredner

Dringende Warnung

(23.03.2012)

Archiv der Jahre: 2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011 / 2012



»Helft Menschen, nicht Banken!«

Das war auf einer der Pappen zu lesen. 1500 Menschen beteiligten sich bei herrlichem Herbstwetter in Köln an der Aktion »Occupy Cologne«. Auf anderen Transparenten und Plakaten hieß es:

  • Systemrelevant: Schulen, Universitäten, sozialer Frieden, guter Geschmack
    BANKEN, BANKEN.
  • Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland und Portugal
  • Der Kapitalismus höllisch bekloppt
  • Keine Macht den Banken
  • Wir wollen keine gekaufte Politik
  • Genug ist genug!
  • Nein zu EU-Faschismus
  • Keine Lobbyistenpolitik a la Merkel
  • Deutsche Bank: Gier ist unser Antrieb
  • Casino schließen!
  • Solidarität weltweit
  • Aufstand der Anständigen
  • Kapital an die Kette
  • Zocker an die Kette
  • In unseren Herzen tragen wir eine neue Welt
  • Empört Euch! (Buchtitel hochgehalten)
  • Ethische Revolution
  • Echte Demokratie jetzt
  • Banken entmachten
  • 99% wollen keine Banken
  • ARD: »Börse vor acht« streichen!

Die DKP Köln-Innenstadt verteilte ihr Flugblatt. Es ging »weg wie warme Semmeln« (Anne).

 

Auf ihrer Website formuliert die Bewegung »occupycologne«:

Was ist die Occupy-Bewegung:

Demonstrant mit Pappschild

Wir sind normale Menschen.

Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.

Einige von uns bezeichnen sich als fortschrittlich, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos. Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden – tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung.

Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern.

Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen…

http://occupycologne.tumblr.com/



Ostermarsch Oberberg


Köln, 08.04.2011
Fünf Jahre
Friedensfahrt der Motorradfahrer/innen

Liebe Friedensfreundinnen und –freunde!

auch in diesem Jahr findet am Ostersonntag in Köln wieder eine Friedensfahrt der Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer statt.
Wir laden alle ohne Motorrad ganz herzlich zur Zwischenkundgebung am Hiroshima-Nagasaki-Park und an der Abschlusskundgebung auf dem Roncalliplatz ein. Bitte beachtet die leicht veränderten Zeiten!
Wir freuen uns wie immer sehr über jede Form der Unterstützung, zum Beispiel wenn Ihr die Einladung weiterleitet oder ein paar Plakate und/oder Flyer verteilen möchtet. Meldet Euch bitte bei mir, dann lasse ich Euch Material zukommen!
Give Peace a Chance!
Rüstung und Militär behindern die Lösung der drängenden Fragen unserer Zeit. Eine klima- und umweltgerechte Politik, die die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten beseitigt, ist nur im Frieden möglich!

In diesem Sinne:
mit atomkraftwaffenfreien Grüßen
Motorradfahrer/innen ohne Grenzen, Düsseldorf

biker-without-borders@gmx.de; www.biker-without-borders.org
Tel.: 0178 – 152 38 68

Zeitplan und Ablauf:

Sammeln:           11.00 Uhr an der Aral-Tankstelle am Verteilerkreis Süd in Köln.
Start:                  11.30 Uhr
Zwischenstopp:  12.15 Uhr Hiroshima-Nagasaki-Park, Köln, mit
                          Daniel Burkholz, Regisseur und Filmemacher, Bochum
Weiterfahrt:        ca. 12.45 Uhr
Abschluss:          13.30 Uhr Roncalliplatz, mit
                          Claudia-Wörmann-Adam, ver.di–Bezirksvorstand Köln, Mitglied im ver.di Gewerkschaftsrat

Für warme und kalte Getränke und einen kleinen Imbiss ist wie immer gesorgt.
Wir weisen darauf hin, dass Parteienwerbung nicht erwünscht ist.



Maiempfang 2012


In der UZ gelesen:

UZ-23.03.2012

Kein Sonntagsredner

Die einen fuhren in Staatskarossen oder Bussen vor, andere kamen zu Fuß. Nur wer eine Einladung hatte oder aufgrund seines Mandats berechtigt war, hatte Zugang: neben dem technischen und Sicherheitspersonal die Mitglieder der Bundesversammlung, ihre Gäste und Diplomaten. Der Bundestag war am 18. März weiträumig abgesperrt.

"Das Volk" blieb vor den Toren. Nur wenige hundert Menschen nutzten die Möglichkeit zum Public Viewing vor dem Reichstagsgebäude, verfolgten die Auftaktrede von Bundestagspräsident Lammert, das langwierige Wahlprozedere und die erste Rede des neuen Bundespräsidenten. Als später - nach einem Empfang des Bundestagspräsidenten - Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin das Parlament verließ, warteten mehrere Dutzend auf ihn.

Massenbegeisterung dürfte anders aussehen. Gauck wurde - wie erwartet - bereits im ersten Wahlgang gewählt. Er erhielt 991 von 1 228 gültigen Stimmen. Die Kandidatin der Linkspartei, die Antifaschistin Beate Klarsfeld, erhielt 126 Stimmen. 108 Mitglieder der Bundesversammlung enthielten sich. Drei Stimmen gab es für den Faschisten Rose (NPD).

Wenn diese Ausgabe unserer Zeitung ihre Leserinnen und Leser erreicht, sitzt der neue Bundespräsident Gauck nebst Lebensgefährtin längst im Schloss Bellevue, hat sich feiern lassen und Tränen zerdrückt. Er hat bis dahin weitere Interviews gegeben und dabei mindestens 100mal "Freiheit" und gewiss auch "Verantwortung" gesagt.

Ihm ist aber sicher klar, dass ihn manche Mitglieder der Bundesversammlung nicht aus Begeisterung, sondern vor allem aus taktischem Kalkül oder aufgrund des Fraktionszwangs gewählt haben, mit einigen seiner politischen Positionen aber nicht übereinstimmen. Ihm wird auch klar sein, dass SPD und Grüne mit seiner Kandidatur mit Hilfe der FDP die Kanzlerin unter Druck setzten wollten. Da der Herr Gauck aber schlau ist, ein Gespür für Stimmungen hat und reagiert, um sich möglichst gut zu positionieren, erklärte er in seiner Rede im Bundestag kurz nach der Wahl: "Ganz sicher werde ich nicht alle Erwartungen, die an meine Person und meine Präsidentschaft gerichtet wurden, erfüllen können. Aber eines kann ich versprechen: dass ich mit all meinen Kräften und meinem Herzen Ja sage zu der Verantwortung, die sie mir heute übertragen haben. ... Das heißt auch, dass ich mich neu auf Themen, Probleme und Personen einlassen werde, auf eine Auseinandersetzung auch mit Fragen, die uns heute in Europa und in der Welt bewegen." Und am Abend erzählte er in ARD- und ZDF-Interviews, dass er - ungeachtet seiner Betonung des Freiheitsbegriffs - auch Präsident für das Soziale sein wolle und die Kritik an der Occupy-Bewegung doch gar nicht so gemeint sei. Welch ein Wandel. Ein Wandel?

Man sollte seine bisherigen Äußerungen genau lesen: Sie spiegeln wider, was er tatsächlich meint, wenn er von Freiheit spricht. Kein Wort zur Lage jener, die Hartz IV beziehen, deren soziale wie bürgerliche Rechte eingeschränkt werden, keines zur Armut in einem der reichsten Länder der Welt. Ausdrücklich lobte er Schröders Agenda 2010. Ganz im Sinne neoliberaler Politik und Ideologie des Kapitals ist für Gauck eben "jeder seines Glückes Schmied", muss gefälligst selbst Verantwortung übernehmen.

Wenn Gauck von "Freiheit" spricht, dann meint er auch, was er als Chef der sogenannten Stasi-Unterlagen-Behörde Oktober 2000 zehn Jahre praktizierte: Die Verfolgung Andersdenkender, vor allem jener, die sich für die DDR, für den Sozialismus einsetzten. Ein solcher Präsident passt zur Politik des Abbaus sozialer Rechte, des Ausbaus des repressiven Sicherheits- und Überwachungsstaates. Wenn der von "Freiheit" spricht, dann geht es - wie seine Rede am 18. März zeigte - zugleich um Geschichtsrevisionismus. Gauck verschwieg die demokratischen Traditionen des Tages (Gründung der Mainzer Republik 1792, Revolutionskämpfe 1848). Daran zu erinnern blieb Bundestagspräsident Lammert überlassen. Gauck stattdessen: "Was für ein schöner Sonntag. Es war ... heute vor genau 22 Jahren, und wir hatten gewählt. Wir, das waren Millionen Ostdeutsche, die nach 56-jähriger Herrschaft von Diktatoren endlich Bürger sein durften." Beate Klarsfeld erklärte wenig später im Fraktionssaal der Partei "Die Linke" zornig, Gauck relativiere den Faschismus, verschweige die Verbrechen des deutschen Faschismus. Sie forderte auf, diese Verbrechen nie zu vergessen und weiter gegen Nazis zu kämpfen.

Nina Hager

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UZ-23.03.2012

Dringende Warnung

Die Morde von Toulouse sind so etwas wie eine allerletzte, bestimmt aber dringende Warnung. Die faschistischen Terroristen vom Schlage der NSU organisierten sich, bevor sie zuschlugen. Der Norweger Breivik bereitete seine Taten lange vor. Staatsschutzorgane, die ihren Namen verdienen, wären allemal in der Lage gewesen, diese Taten zu verhindern und sind in Zukunft allemal dazu in der Lage.

In Südfrankreich liegt die Sache anders. Gegen frustrierte einzelne Faschisten, die bewaffnet sind, die überall zuschlagen können, ist kein polizeiliches Kraut gewachsen. Sie tauchen auf, töten, sterben oder tauchen wieder unter. Ihre Taten gegen Menschen wie dich und mich lassen sich mit erhöhten Sicherheitsstufen nicht verhindern.

In Zeiten der Krise und des erstarkenden Faschismus in Europa darf kaum daran gezweifelt werden, dass sich Frust und Aussichtslosigkeit weiter in derlei Taten entladen werden, wenn nicht entsprechende gesellschaftliche Vorkehrungen getroffen werden.

Nach Lage der Dinge heißt das zuerst zweierlei. Faschistisches Gedankengut - in jeder Form, getarnt als Rechtspopulismus oder wie auch immer - muss in allen Bildungsanstalten, in allen Medien konsequent bekämpft werden. Zweitens müssen die faschistischen Organisationen konsequent zerschlagen werden. Faschismus ist keine Meinung, er ist ein Verbrechen.

Weiter muss in dieser Gesellschaft endlich eine ernsthafte Debatte darüber begonnen werden, ob der gesellschaftliche Reichtum hier bei uns und in der Welt wirklich gerecht verteilt ist und ob das Profitstreben wirklich die Maxime des weltweiten Wirtschaftens bleiben darf.

Adi Rheier

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Traueranzeige Art.5 GG

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